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Alvar Freude


Alvar Freude

Über den Referenten

Alvar Freude hat an der Merz Akademie in Stuttgart Kommunikations-Design studiert und arbeitet als freiberuflicher Softwareentwickler, Trainer und Berater.

Er ist Mitglied im Vorstand des Fördervereins Informationstechnik und Gesellschaft e.V. (FITUG), Mitgründer des Arbeitskreises gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur) und war Sachverständiger in der Enquête-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ des Deutschen Bundestages.

Er beschäftigt sich seit über zehn Jahren intensiv mit den Partizipationsmöglichkeiten im Netz und hat schon früh entsprechende Projekte wie den Assoziations-Blaster entwickelt.

Im Bereich der Netzpolitik beschäftigt er sich hauptsächlich mit dem Bereich Internet-Sperren/-Filter/-Zensur. Seine Diplomarbeit insert_coin ist ein Internet-Filter-Experiment und wurde mit dem Internationalen Medienkunstpreis 2001 vom ZKM und SWR ausgezeichnet.

Wie Jugendschutzprogramme nicht nur die Jugend schädigen

  • Datum: 08.03.2016
  • Beginn: 17 Uhr
  • Ort: Hörsaal 12 (176 Plätze)

Das Nonplusultra für hauptamtliche Jugendschützer sind Filterprogramme, auch „Jugendschutzprogramme“ genannt. Doch was machen die Programme, welche Wirkungen und vor allem Nebenwirkungen haben sie? Und was macht eigentlich der Zombie JMStV?

Die Bundesländer wollen in einem neuen Anlauf den Jugendmedienschutzvertrag (JMStV) verschärfen. Ein Kernpunkt ist: Möglichst viele (oder alle) Webseiten sollen maschinenlesbare Alterskennzeichen tragen. Filterprogramme sollen diese auslesen und (vermeintlich oder tatsächlich) jugendgefährdende Webseiten blockieren. Der Traum so mancher Jugendschützer sind dabei Filter direkt beim Provider, am besten standardmäßig aktiviert und nur auf Wunsch auf die Stufe „ab 18“ änderbar.
Die „Kommission für Jugendmedienschutz“ (KJM) hat bereits mehrere Filterprogramme offiziell anerkannt, also quasi zugelassen.
Doch welche Nebenwirkungen haben diese Filter? Wie funktionieren die Programme, und was machen sie?
Der Vortrag zeigt anhand einer genauen Analyse, dass die Qualität der offiziellen „Jugendschutzprogramme“ unter aller Sau ist und sie noch einige weitere, bisher nicht bekannte Nebenwirkungen haben.
Daneben zeigt der Vortrag noch den aktuellen Stand der Diskussion über den Jugendmedienschutzstaatsvertrag und was uns in dem Bereich noch alles blüht.